83 Jahre Retten - Löschen - Bergen - Schützen 1934 - 2017

Geschichte der Ortsfeuerwehr Hohne

Die Ortsfeuerwehr Hohne wurde im Jahre 1934 gegründet. Sie ist nach Mindeststärke VO-FF im Lande Niedersachsen ein Feuerwehrstützpunkt. Bis zum Jahre 1934   gab es in Hohne eine Pflichtfeuerwehr. Viele Jahre hatte man den unmöglichen Ausbildungstand der Pflichtfeuerwehr als unverantwortlichen Zustand betrachtet. Schon viele Jahre vorher war der Brandschutz für Hohne nicht ausreichend Sichergestellt. Zu folge hatte dies, dass 1878 im westlichen Teil des Dorfes 56 Gebäude durch die Flammen zerstört wurden. Eine Initiative von verantwortungsbewussten Männern führte schließlich zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hohne/Spechtshorn im Jahre 1934. Im Laufe der Jahre wurde diese immer weiter ausgebaut. Die Pflichtfeuerwehr blieb jedoch noch bestehen, trat aber so gut wie gar nicht in Erscheinung. In der Zeit 1940/41 wurde das Feuerwehrgeräthaus (heute Getränkehalle Ankermann) erstellt und die Wehr bekam ihre erste Motorspritze. Mit den Erdölfunden in Hohne ab 1951 wurde die Wehr weiter modernisiert. 1954 wurde eine neue Tragkraftspritze angeschafft. Am 27. März 1954 wurde auf Initiative der RWE/DEA Hohne die FF Spechthorn gegründet. Es wurden zwei Löschzüge gegründet. Die Hohner Wehr bekam 1957 einen Opel mit Vorbaupumpe. 1975 konnte dann das neue Feuerwehrgerätehaus an der heutigen Stelle übergeben werden. Am selben Tag bekam die Wehr ein neues Fahrzeug. Ein TLF 8 mit 2600 Liter Wasser, schwerem Atemschutz und einen Rettungssatz für Verkehrsunfälle (Schere/Spreizer). Der Neubau bot platzt für zwei Fahrzeuge und es war ein großer Schulungsraum vorhanden.

In den 80er Jahren bekam die FF Hohne ein großes TLF auf MAN und ein LF 8 auf Magirus Deutz Fahrgestell. 1991 gab es dann wieder ein neues Fahrzeug. Ein TLF 16/24 von Iveco. 1995 wurde dann das LF 8 zwischen Hohne und Eldingen getauscht. Somit besaß die FF Hohne zwei neue Moderne Fahrzeuge. Durch großen Zuwachs in der Jugendfeuerwehr und Eintritt weiblicher Kameradinnen sowie durch die Großfahrzeuge zu eng gewordene Fahrzeughallen wurde ein Neubau notwendig. Von 1998 - 2000 wurde ein Neu - Umbau in Eigenleistung durchgeführt. Die Zeichnung erstellte Otto Wolkenhauen und die Materialkosten beliefen sich auf 130.000 DM. Nun besaß die Feuerwehr Hohne ein modernes und den Anforderungen Entsprechendes Feuerwehrgerätehaus. Im Jahr 2001 wurde dann der alte MTW durch einen neueren MTW von VW ersetzt. Gelder hierfür kamen zu großen Teilen von der Jugendfeuerwehr.

Es folgt ein Bericht aus der Celleschen Zeitung

Komplett in Eigenleistung haben Mitglieder der Hohner Feuerwehr ihr Gerätehaus ausgebaut und saniert. Bevor nun am 8. Januar 2002 die Schlüsselübergabe stattfindet, gibt es zwar hier und da noch ein paar kleine Handgriffe zu tun - doch das Ergebnis kann sich nach rund 6400 Arbeitsstunden schon sehen lassen. Vor allem haben die 56 Aktiven und ihre drei Fahrzeuge nun wesentlich mehr Platz. Das alte, aus dem Jahr 1975 stammende Gebäude hatte eine bebaute Fläche von 156 Quadratmeter - eine Zahl, die mehr als verdoppelt werden konnte. Denn jetzt stehen fast 324 Quadratmeter zur Verfügung.
"Das alte Flachdach war dauernd undicht", erklärt der stellvertretende Ortsbrandmeister Wolfgang Szeppek den Grund, warum nun ein Satteldach auf dem Hohner Feuerwehrhaus thront. Im Dachgeschoss befindet sich auch der neue, rund 70 Quadratmeter große Unterrichtsraum im Dachgeschoss, von dem auch die Jugendfeuerwehr bei ihrer Ausbildung profitiert. Neu sind darüber hinaus die Gasheizung, Duschen, einen kleine Küche, die Abgas-Absauganlage und der überdachte Lagerraum an der Rückseite. Zudem gibt es nun Damentoiletten, nötig nicht zuletzt, weil im Jugendbereich immer mehr weibliche Verstärkung zu verzeichnen ist.
Baubeginn war im Juli 1999 gewesen, nachdem die Feuerwehr bereits im März den entsprechenden Bauantrag gestellt hatte. Erste Überlegungen zum Ausbau hatte es bereits drei Jahre zuvor gegeben. Ortsbrandmeister Helmut Müller freut sich, dass heimische Betriebe und Landwirte die Feuerwehr bei der Baumaßnahme unterstützt haben. Und dass mehrere Familien - teils von Feuerwehrleuten, teils auch andere - die 30 am Bau beteiligten Kameraden des öfteren mit Essen versorgten. Auch die Jugendfeuerwehr half bei den Arbeiten, und sogar einige Rentner, die weder Feuerwehrmitglieder sind noch waren, packten spontan mit an. Müller und Szeppek bildeten zusammen mit Otto Wolkenhauer den "Bauausschuss", und Wolkenhauer übernahm auch die Entwurfsplanung. Der Maurermeister hatte dafür beste Voraussetzungen, denn er war 16 Jahre lang Ortsbrandmeister und kennt daher die räumlichen Anforderungen und Bedürfnisse der Ortswehr. Die Materialkosten von 141000 Mark trägt die Samtgemeinde, die zudem, wie auch die Gemeinde Hohne, einen Zuschuss für die Inneneinrichtung zahlt. Die restlichen Kosten für Tische und Stühle sollen durch Spenden aufgebracht werden

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Geräteausstattung:

Die Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Hohne sind mit dem feuerlöschtechnischem Gerät, dass nach DIN auf diese Fahrzeuge gehört, ausgerüstet. Zusätzliches Gerät, dass vorhanden ist:

- zwei Brandfluchthauben zur Rettung von Menschen aus verqualmten Bereichen

- ein Druckluftschlauchgerät zum Einsatz in Schächten usw.

- acht Atemschutzgeräte

- Trennschleifer und Säbelsäge

 - Überdrucklüfter zum entrauchen und belüften von Gebäuden

 - zusätzlicher Lichtmast auf dem Dach des LF 8

 - Wärmebildkamera für die SG Lachendorf

 - erweiterte Ausrüstung zur Ersten Hilfe

 

Gliederung der FF Hohne:

Für eine Stützpunktfeuerwehr müssen mindestens 32 Aktive Kameraden vorhanden sein. Begründung: Ein Feuerwehrstützpunkt wird in der Regel in der Stärke einer Löschgruppe (LF 8) und eines Löschtrupps (TLF 16/24) eingesetzt. Zur Sicherstellung dieser Personalstärke ist eine Reserve von 150% zu gering. Außerdem sind nicht alle Mitglieder in der Lage, alle Positionen beim Einsatz auszufüllen (Atemschutz, Leitereinsatz, usw.) In der FF Hohne sind zur Zeit (11/2016) 45 Kameraden Aktiv. Die Aktiven verrichten ihren Dienst in 3 Gruppen. Die 1. und 2. Gruppe führen ihren Dienst immer Donnerstag und in der Regel zweimal im Monat durch. Die 3.Gruppe + Altersabteilung hat jeden ersten Montag im Monat Dienst.

Außerdem gibt es in der Ortsfeuerwehr Hohne noch eine Atemschutzgruppe. Sie besteht aus 21 Mitgliedern aus Hohne. In dieser Gruppe wird der schnelle und reibungslose Umgang mit den wichtigen Atemschutzgeräten geübt. Aber auch die Übung in Objekten der einzelnen Orte und das Zusammenspiel der Ortswehren speziell beim Atemschutzeinsatz ist Ziel der Übungen. Hier hat sich schon bei Einsätzen gezeigt wie wichtig dieses Zusammenspiel ist. Erfreulich ist auch, dass sogar Mitglieder aus anderen Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde die Übungsdienste in Hohne nutzen.

Zuständigkeiten der FF Hohne:

Die Ortsfeuerwehr Hohne ist als Einrichtung der Samtgemeinde zuständig für den Ort und die Gemarkung Hohne. Außerdem unterstützt  sie als erste nachrückende Wehr die Grundausstattungswehren Helmerkamp und Spechtshorn mit Mannschaft und Gerät. Der Bereich Hohne (Hohne, Helmerkamp, Spechtshorn) wird auch alarmiert, wenn in der Samtgemeinde eine Vielzahl von Atemschutzgeräten und Geräteträgern benötigt wird (12 Geräte/ 35 Träger).

Weitere Alarmierungen sind im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe zu sehen, wobei hier in erster Linie das geländegängige TLF mit 2400 l Löschwasser bei Wald - und Flächenbränden gefordert wird (z.b. 1999 Wilsche/ Landkreis Gifhorn oder 2009 Bahnstrecke Hannover-Hamburg).

Eine weitere Aufgabe der Ortswehr ist die Bekämpfung von Ölunfällen bzw. Unfällen mit gefährlichen Stoffen in Verbindung mit dem Umweltzug der Samtgemeinde Lachendorf. Für diese Aufgabe ist die Ortswehr von der personellen Seite gerüstet (Atemschutzgeräteträger und Gefahrgutlehrgänge/LFS). Im Umweltzug fährt das LF 8 mit einer Besatzung von 1:8 mit und stellt dort Personal für den Einsatz unter den CS-Anzügen. (ChemikalienSchutzAnzüge)

Ab dem 01.01.2005 ist die FF Hohne wieder in die Kreisbereitschaft des Landkreis Celle integriert. Das Tanklöschfahrzeug ist im 4.Zug untergekommen und nimmt somit an Katastrophenschutzübungen der FB teil und kann nun auch zu Einsätzen in ganz Deutschland gerufen werden. Durch die Umstrukturierung der Feuerwehrbereitschaft muss jeder der 4. Züge mind. 10000 Liter Wasser vorhalten und somit musste die FF Hohne wieder in die Kreisbereitschaft aufgenommen werden.

Seit Oktober 2009 besitzt die FF Hohne eine Wärmebildkamera um Brandnester oder vermisste Personen zu suchen. Hier ist die FF Hohne für die Samtgemeinden Lachendorf zuständig. Bei einem Einsatz fährt das LF 8 mit einer Besatzung von mindestens 1:4 (darunter mind. 3 Atemschutzgeräteträger) zum Einsatzort. In Zukunft ist besonders hier mit einer starken Einsatzbelastung zu rechnen.

Gefahrenschwerpunkte in der Gemeinde Hohne:

 - Grundschule und Turnhalle

 - Waldschwimmbad Hohne/Spechtshorn mit Wasseraufbereitung (Chlorgas)

 - Kindergarten, Kindertagesstätte, Jugendzentrum und 3 Kinderheime,  Kirche und Gemeindehaus

 - 3 Gaststätten, Sporthotel Gasthaus Hohne, Schützenheim mit Schießstand, Edekamarkt

 - 3 Biogasanlagen mit Blockheizkraftwerken und Nahwärmenetz mit Hackschnitzelheizung in der Gemarkung Hohne und 11 weitere in der näheren Umgebung

 - Autohaus Hase und Tankstelle  / Lacke , Farben, Schmierstoffe, Betriebsmittel

 - Lohnunternehmen Cramm GmbH / große Maschinen , große Räder , Betriebsmittel

 - Landhandel Adolf Schulze und Sohn / Düngemittel, Staub, große Hallen , verschachtelte Anlage